Wartung der Wärmepumpe

Wärmepumpen gelten als effiziente und umweltfreundliche Heizsysteme. Doch gerade im Winter stellen viele Betreiber fest: Der elektrische Heizstab springt überraschend früh ein – und treibt den Stromverbrauch in die Höhe. Aber warum passiert das? Und vor allem: Was lässt sich dagegen tun?

Warum der Heizstab überhaupt existiert

Der Heizstab ist kein Fehler, sondern eine Sicherheits- und Unterstützungskomponente der Wärmepumpe. Er springt ein, wenn:

  • sehr niedrige Außentemperaturen herrschen,
  • kurzfristig besonders viel Wärme benötigt wird (z. B. Warmwasser),
  • die Wärmepumpe ihre Solltemperatur nicht schnell genug erreicht.

Problematisch wird es allerdings, wenn der Heizstab regelmäßig oder schon bei moderaten Temperaturen arbeitet.

Typische Ursachen für einen zu frühen Heizstabeinsatz

1. Falsche Heizkurve

Eine zu hoch eingestellte Heizkurve sorgt dafür, dass die Wärmepumpe unnötig hohe Vorlauftemperaturen erreichen soll.
➡️ Ergebnis: Die Anlage schafft das nicht allein – der Heizstab hilft nach.

Lösung: Die Heizkurve prüfen und möglichst niedrig einstellen. Schon kleine Anpassungen können große Effekte haben.

2. Zu hohe Warmwasser-Temperaturen

Warmwasser wird häufig auf Temperaturen eingestellt, die im Alltag gar nicht nötig sind.

Faustregel: 48–52 °C reichen in den meisten Haushalten völlig aus. Höhere Temperaturen erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass der Heizstab aktiv wird.

3. Hydraulik nicht optimal eingestellt

Wenn Heizflächen nicht ausreichend durchströmt werden oder ein hydraulischer Abgleich fehlt, muss die Wärmepumpe „gegen Widerstände arbeiten“.

Folge: Die gewünschte Leistung wird nicht effizient erreicht – der Heizstab springt ein.

Tipp: Ein professioneller hydraulischer Abgleich lohnt sich fast immer – gerade bei Bestandsgebäuden.

4. Heizstab-Freigabe zu großzügig eingestellt

Viele Anlagen sind werkseitig sehr „sicher“ eingestellt. Der Heizstab darf dann bereits bei relativ milden Minusgraden unterstützen.

Besser: Heizstab erst ab sehr niedrigen Außentemperaturen freigeben oder zeitlich begrenzen. Das sollte immer durch einen Fachbetrieb erfolgen.

5. Gebäudehülle & Heizflächen

Eine Wärmepumpe arbeitet besonders effizient mit:

  • guter Dämmung
  • großen Heizflächen (z. B. Fußbodenheizung)

Sind diese Voraussetzungen nicht gegeben, muss häufiger nachgeholfen werden.

Lösung: Oft helfen schon kleinere Maßnahmen wie Heizkörper tauschen oder vergrößern oder die Dämmung von Rohrleitungen verbessern.

Warum sich schnelles Handeln lohnt

Der Heizstab arbeitet mit reinem Strom – und der ist deutlich teurer als die Wärme, die die Wärmepumpe erzeugt.
Ein dauerhaft aktiver Heizstab kann:

  • die Stromkosten massiv erhöhen,
  • die Effizienz der gesamten Anlage verschlechtern,
  • Förderbedingungen gefährden.

Fazit: Optimieren statt akzeptieren.

Ein gelegentlicher Heizstabeinsatz im tiefen Winter ist normal. Ein häufiger oder früher Einsatz ist jedoch fast immer ein Zeichen für Optimierungsbedarf.

  • Heizkurve prüfen
  • Warmwasser sinnvoll einstellen
  • Hydraulik optimieren
  • Heizstab-Freigabe fachgerecht anpassen

Eine professionelle Überprüfung spart oft mehr Geld, als sie kostet.

Sie haben das Gefühl, dass Ihr Heizstab zu oft läuft?

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